Short Review: From Paris With Love, The Boondock Saints 2

Chinesisches Küchenpersonal, das plötzlich mit der Uzi im Anschlag um die Ecke kommt, ein trigger-happy Travolta, der aussieht wie die Liebesfrucht von Uncle Fester und Lenin, dazu ein Rookie-Gegenpart, reguläre zweieinhalb plot points, hohes Tempo und Paris als Schauplatz. Sehr schnell ist klar, dass From Paris With Love genau das bietet, was man von Luc Besson und Taken-Regisseur Pierre Morel erwarten kann: geradliniges Bang Boom Bang, sehr kurzweilig, saubere Regiearbeit, stellenweise witzig, manchmal doof. Ein klassischer Äktschn-Flick also, nicht mehr, aber auch garantiert nicht weniger.
Wertung: 6,5 von 10 Koksvasen
The Boondock Saints 2: All Saints Day

The Boondock Saints ist wohl nach wie vor für viele so etwas wie ein Kultklassiker, was ebenso viele, ich eingeschlossen, nicht zur Gänze nachvollziehen können. Ein kurzweiliger, comichafter Shoot ‘em up mit nettem irischen Flair, sicherlich, aber das war’s auch schon. Als Zusatzleistung kann gelten, dass sich mal wieder ahnen ließ, wie deutsche Filmzens..äh Jugendschutzentscheidungen vermutlich funktionieren: mit viel Birnenschnaps und Würfelspielen, und einem stärker verwirrten Moralkompass als, sagen wir mal, im Iran.
Das Sequel ist jedenfalls mut- und innovationslos, zwar nicht komplett misslungen, aber das Original wird nie erreicht. Zwei Iren killen Mafiamenschen, das ist die Quintessenz, nichts anderes wollen die Fans ja auch sehen. Schade nur, dass da offensichtlich keinerlei Spielraum mehr für neue Ideen oder Charakterweiterentwicklung gesehen wurde. Bleibt eine solide Inszenierung, Humor der einigermaßen funktioniert und einige unnötige Längen. Am Ende überwiegt der Eindruck, dass hier einfach zu hart versucht wurde, noch mal den gleichen Film zu machen. Das ist vermeintlich risikomindernd, aber selten eine gute Idee.
Wertung: 6 von 10 pussy rooms