Short Review: Cirque Du Freak, The Bad Lieutenant
Cirque Du Freak: The Vampire’s Assistant

Ich lasse Filmen ja manches durchgehen, wenn sie unterhaltend sind, aber es gibt so einige Sachen, über die ich mich einfach hart aufrege. Hier haben wir es mit etwas zu tun, wofür ich erst noch einen Terminus erfinden muss, was mich aber mörderisch nervt: Cirque Du Freak wirkt wie ein Serienpilot, es gibt keinen echten Plot, stattdessen wird irgendetwas vorbereitet, was man dann nicht zu sehen bekommt. Konsumenten unter 13 Jahren werden das womöglich nicht bemerken und hier dennoch auf ihre Kosten kommen, immerhin gibt’s haufenweise Viehzeugs, Freaks und Vampire und “Vampaneze”, was auch immer beim Höllenschlund das sein soll. Der Film hält sich mit Erklärungen, nicht nur hierfür, arg zurück. Mal angenommen, es wäre wirklich ein Serienpilot, ich hätte trotzdem kein Interesse, denn dafür sind die Charaktere viel zu uninteressant und die Zielgruppe müsste auch noch mal neu definiert werden. Für mündige Zuschauer ist alles zu oberflächlich und albern, für jüngere vermutlich zu explizit. Das Schlimmste ist aber: Was hier der Hauptcharakter sein soll ist die lahmste Schlaftablette seit Kristen Stewart und ihrer dumpfbackigen Twilight-Rolle, sein Antagonist ist auch nicht viel besser. Einige lichte Momente gibt es zwar, aber das oben bemängelte überschattet einfach alles, was hier noch gut ist. Fazit: Zeitverschwendung.
Wertung: 4 von 10 Schrumpfzombies
The Bad Lieutenant: Port Of Call - New Orleans

Ich habe keinen nebligen, wieso man bei dieser Produktion erst den Eindruck entstehen ließ, als würde es ein Remake von Abel Ferraras düsterem Klassiker, dann das Gegenteil behauptete, aber den Titel trotzdem beibehielt und ich habe echt anderes zu tun, als dem auch noch nachzugehen. Gut, einige Ähnlichkeiten sind vorhanden, aber es handelt sich erfreulicherweise eindeutig nicht um ein Remake. Werner Herzog bringt uns endlich den guten Nic Cage zurück, man hat ja angesichts der mittelmäßigen bis miesen Filme in der Zwischenzeit leicht vergessen können, dass es einen solchen jemals gegeben hatte. Herzog lässt ihn rasen und toben und brüllen und verzweifeln während er sich als schmerz- und schuldengeplagter Junkie-Polizist immer tiefer in die kriminelle Scheiße reitet. Der Schauplatz “Post-Katastrophen-New Orleans” und surreale herzogsche Seltsamkeiten fügen dem Ganzen noch eine sehr dichte, individuelle Atmosphäre hinzu. Wie sich die verzwickte Geschichte entfaltet und endet ist nur scheinbar vorhersehbar, Herzog geht hier sehr individuelle Wege und das finde ich naturgemäß großartig.
Wertung: 8,5 von 10 lucky crack pipes