Archive for Oktober, 2009

Epic WIN: Gangsta Rap From Mars

Samstag, Oktober 31st, 2009

Das hier war ja schon lustig, aber das folgende..ZOMG!

Edit: Natürlich wieder down wegen Contentindustriekasperliadencopyrightbullshit. Ich hoffe ernsthaft, in Bälde wird extra eine Hölle für euch erfunden, wo ihr dann für euren hirnrissigen Schwachsinn braten könnt, fuckers. .|.

Tolle Gelegenheit für einen Klassiker: Yip Yips vs Telefon

Short Review: I Love You, Beth Cooper; Orphan

Mittwoch, Oktober 28th, 2009

I Love You, Beth Cooper

Inhalt: Geeky McHighschoolnerd liebt seit “immer schon”™ Slutty McCheerleaderbimbo und tut dies peinlicherweise vor versammeltem Jahrgang auf der Abschlussfeier kund. Nebenbei outet er noch einige Mitschüler als die Stereotypen, die sie sind (und wird dafür völlig zu recht vermöbelt).

Die zugrunde liegende Idee hat schon Potential, man hätte allerdings ausgetretene Pfade verlassen und Ideen sowie Mut mitbringen müssen. Die Eingangssequenz zeigt aber schon wohin die Reise geht: Strichmännchen-Figuren, Uralt-Situationsunkomik und affige Albernheiten, eine uninspirierte, teils verlogene Nummernrevue, vermischt mit einem drübergeklatschten, völlig unausgegorenem Romanzenbrei.

Die Darsteller liefern angemessene Routine. Paul Rust ist 28, sieht aus wie 35 und spielt einen Siebzehn-/Achtzehnjährigen. Mittlerweile ist das allerdings gängige Praxis, weshalb darauf nicht weiter eingegangen werden muss. Ob Hayden Panettiere möglicherweise doch noch was anderes als eine Cheerleaderin verkörpern kann, wissen wir auch nach dieser Performance nicht. I fuckin’ doubt it.

Grundsätzlich ernstzunehmende Themen wie Essstörungen und Coming Out werden sicherheitshalber ins Lächerliche gezogen und jeglichem Tiefgang feige ausgewichen. Gut, man kann ja ruhig zur Gänze auf Lustich Huhaha setzen, so weit noch nicht verwerflich. Dann sollte man das aber auch durchziehen und vor allem sollte das Gezeigte bei Arschkrampfs unheiligem Namen auch wirklich witzig sein! Autor Larry Doyle mag früher für Beavis & Butthead und The Simpsons geschrieben haben, aber hier kommt er über eine Hand voll Chuckles und massenhaft ärgerlich dumpfe Kalauer nicht hinaus. Regisseur Chris Columbus und ein überdurchschnittlicher Soundtrack können da auch wenig bis nichts mehr retten. Fazit: Lieber noch mal Some Kind Of Wonderful ansehen.

Wertung: 3 von 10 Spider-Man Underpants

Orphan

Inhalt: Traumatisiertes Paar adoptiert Waisenkind, aber Klein-Esther ist viel zu gut, um wahr zu sein. Weird shit happening.

Positive Überraschung: Bei Orphan handelt es sich um einen klassisch gestrickten Schocker, der dem erfahrenen Rezipienten zwar nichts grundlegend Neues bietet, aber das vorhandene Material effektvoll und detailverliebt umsetzt. Statt eilig die Wegpunkte abzumarschieren, nimmt sich der Film ausreichend Zeit, seine Figuren überzeugend zu präsentieren und die schwächelnde Idylle genüsslich zu zerpflücken. Die Spannung steigt langsam aber konstant und das Ende kommt dann umso bitterer. Weiterhin hervorhebenswert: Zur Abwechslung finden sich hier mal fähige Darsteller, besonders die grandiose Isabelle Furhman zeigt wahrlich eine erschreckend gute Leistung. Ich will Mumpitz heißen, wenn wir von der nicht noch hören werden.

Wertung: 7 von 10 Schwarzlichtkunstwerke

Kulturecke (81): Remixgasm

Montag, Oktober 26th, 2009

Yeah Yeah Yeahs: Heads Will Roll (A-Trak Remix)

Editors: Papillon (Tiesto Remix)

Little Boots: Earthquake (Treasure Fingers’ Epicwave Remix)

The Prodigy: Invaders Must Die (Liam H’s Re-Amped Version)

Passion Pit: Sleepyhead (Neo Tokyo Remix)

Oh no, he didn’t: Gunter Gabriel raping Radiohead

Freitag, Oktober 23rd, 2009

Thom Yorke hat ja auch viel Müll produziert, aber das hat er sicher nicht verdient. Ich hab mir dieses Video eines Auftritts (der tritt noch auf?) der Schlichtgestalt des deutschen ääh..Gesangs, Gunter Gabriel, der Radioheads Creep interpretiert, nicht angesehen. Ich kann mir nämlich momentan keinen Aufenthalt in der Ohrenklinik leisten, aber wer sich traut, bitte schön:

Edit: Gut, nach drei Flaschen algerischem Rotwein hab ich’s mir nun doch mal gegeben und Nilz hat natürlich recht: Es ist traurig. Aber Mitleid gibt’s keins, Gunter hat sich früher schon an Johnny Cash und was weiß ich an wem sonst noch vergangen und von alleine hört der auch nicht mehr auf. BTW kommt er hier rüber wie eine Mischung aus Howie, ALF und dem jungen Dieter Thomas Heck, aber that’s just me.

Short Review: Assassination Of A High School President, Dead Snow

Donnerstag, Oktober 22nd, 2009

Assassination Of A High School President

Inhalt: Unscheinbarer Schulreporter ermittelt an seiner Catholic High School in Sachen geklaute SATs - und stößt auf ein verzwicktes Komplott.

High School Movie-Hasser bitte vortreten und Glotzn auf machen. Es geht nämlich auch anders, wie schon 2005 der großartige Brick zeigte und nun diese feine CrimeCom bestätigt. Unterstützt von erlesener Musik umschifft AOAHSP Klischeeklippen und Muhahas und bleibt durchgehend relaxed, humorvoll, dennoch spannend und naturgemäß stets leicht überzogen. Die Darsteller haben Bock und die (Neben)figuren sind weniger stereotyp, als vielmehr alle auf ihre eigene Art skurril-bekloppt. Auch sehr schön: Bruce Willis ist sich mal wieder nicht zu fein, um sich in einer Nebenrolle selbst auf die Schippe zu nehmen. Mischa Barton ist zwar eher einspurig talentiert, aber für hier reicht’s aus. Es lohnt sich übrigens, immer genau hinzusehen, im Hintergrund geschehen bisweilen tolle Dinge.

Wertung: 7 von 10 Paintball-Snipers

Dead Snow

Inhalt: Ein Sauhaufen Vollpfosten, hier lustigerweise als Medizinstudenten vorgestellt, müssen irgendwo im Schnee gegen Nazizombies antreten. Passiert ja mal.

Einmal, an einem norwegischen Filmset:
-Chef, wir ham vergessen, das Drehbuch zu schreiben!
-Egal, wir improvisieren einfach was. Wir haben Nazizombies! Was kann da schief gehen?

Ich bin verwirrt. Gibt sich der Genrefan wirklich mit so wenig zufrieden? Ein nicht völlig untalentierter Beleuchter und ein guter Maskenbildner, sollte das beim Splatterfilm nicht ohnehin Standard sein? Das verlangt nach Aufklärung. Bis dahin bezeichne ich diese Katastrophe der Arschheit als exzellentes Negativbeispiel: Dead Snow zeigt, wie man NICHT eine brauchbare Exposition einbaut. Wie man NICHT andere Filme zitiert. Wie man NICHT die Filmminuten füllt, bis das Gemetzel endlich losgeht. Gut, einige wenige Stellen sind lustig. Allerdings keine, die lustig gemeint waren. Diese sind einfach nur dämlich, wie der komplette Rest auch. Ich will eigentlich nicht noch drauf herumreiten, aber dieser Film hat einige der dümmsten Dialoge, die ich je mitanhören musste. Meine Ohren wollten sterben. Das ist unverzeihlich, da die Produktion zwar Low Budget ist, aber sich ganz und gar nicht als Trash präsentiert. Es wird sich eine künstliche Fallhöhe geschaffen und dann grandios gescheitert. Zu allem Übel wird dann auch noch kreuz und quer geklaut - und zwar schlecht. Fazit: Ein Ärgernis. Don’t. Es gibt absolut keinen Grund. Es gibt nicht mal Möpse. Epic Fail.

Wertung: 1 von 10 gut erhaltene SS-Uniformen