Archive for März, 2008

Kulturecke (35)

Freitag, März 28th, 2008

Does It Offend You, Yeah? : Let’s Make Out

Metric: Combat Baby

Harrisons: Dear Constable

Radiohead: Creep

Wissenschaftlicher Durchbruch

Mittwoch, März 26th, 2008

Wurde auch höchste Zeit.

Anatomie des Grauens

Sonntag, März 23rd, 2008

Zunächst halten wir kurz inne, um das unglaublich gelungene Wortspiel der Überschrift zu würdigen. Dann wappnen wir uns innerlich - zumindest die Damen unter uns -
für einen sehr gehässigen Beitrag zum Hausschatz der Kulturkritik, welcher dem intergeschlechtlichen Verständnisproblematik-Diskurs weiteren Brennstoff hinzufügt. Als Stilmittel wird die klassische Übertreibung verwendet. An welchen Stellen, das kann man durch Betrachtung des Untersuchungsgegenstands feststellen. Es geht um dieses merkwürdige Fantasieprodukt:

Wer jetzt noch verständnislos dreinblickt, sollte dennoch weiterlesen. Aber eigentlich muss man Grey’s Anatomy mal gesehen haben, um zu verstehen, welche Ausmaße der Hass des männlichen (oder zumindest mit Verstand gesegneten) Zuschauers bei der Betrachtung annehmen kann - während die temporär nicht ansprechbare Frau im selben Raum hypnotisiert auf den Bildschirm starrt und höchstens mal ein “Pscht!” von sich gibt, wenn man gerade zu geräuschvoll eine Bierflasche geöffnet hat. Ich wurde in der Vergangenheit gezwungen, mehrere Folgen dieses Folterinstruments zu konsumieren, aber im Grunde reicht eine Folge um Bescheid zu wissen. Ach was, fünf Minuten. Ach, kommm, eigentlich wusste ich nach zwei Programmhinweisen auf Pro7 schon Bescheid. Freilich besteht die Schwierigkeit eigentlich darin, herauszufinden, wer da alles schon mit wem gevögelt hat. Das hat sich aber nach einer gewissen Episodenanzahl ohnehin erledigt, denn ansonsten passiert nicht viel und irgendwann müssen sich zwangsläufig so ziemlich alle mal miteinander gepaart haben.

Da man der “Handlung” dieses Mülls locker mit drei Gehirnzellen folgen kann, beginnt man in seiner Hilflosigkeit zu analysieren, auf Details zu achten und sich vorzustelllen, wie es wäre, die Drehbuchautoren mit bloßen Händen zu töten. Ein Sachverhalt, der einen hinterher beschäftigt, ist dieser: Wenn Emanzipation in Unterhaltungssendungen heutzutage nur noch bedeutet, dass Serien mit eindeutig weiblicher Zielgruppe hauptsächlich von Promiskuität handeln, muss da irgend etwas schief laufen. Aber mal von vorne. Es handelt sich um eine Krankenhausserie, und zwar im übelst möglichen Sinne. Wer als Kassenpatient eh schon das kalte Gruseln hat, bekommt hier eine gehörige Dosis Ärztephobie intravenös obendrauf. Besinnungslose Elsen im Kittel stolpern durch die Krankenhausflure, scheinen unfähig, auch nur einen Türgriff bedienen zu können, dürfen aber mit scharfen Instrumenten an Patienten herumdoktern. Realsatire? Ich mag nicht darüber nachdenken. Man sagt sich als kritischer Beobachter: “Gut, ich hab jetzt eine Folge gesehen, es war die Hölle, aber um objektiv zu urteilen, reicht das nicht aus.” Doch, es reicht. Es ist wie bei GZSZ: kennt man eine, kennt man alle. Hier wird jedes noch so blöde Klischee bedient, keine Situation ist zu abgedroschen, als das man sie hier nicht noch mal breittreten könnte. Dazu dann die grauenerregenden Darsteller, die man ohne Probleme durch Schimpansen ersetzen könnte, wenn diese auf Kommando heulen und schluchzen könnten. Sie sehen nicht aus wie Ärzte, sondern wie miese Schauspieler, die versuchen, Ärzte zu spielen und deren Schauspielausbildung hauptsächlich im Hugh-Grant-Das-ist-jetzt-aber-mal-ne-unangenehme-Situation-Kurs stattgefunden hat. Die Protagonistin: eine am Rande der Zurechnungsfähigkeit wandelnde, charakterlose Schlampe namens Meredith. Jetzt mal ernsthaft. Mit Menschen, die Meredith heißen, will man doch von vornherein schon mal nichts zu tun haben, geschweige denn, Einblicke in ihr infernalisches Privatleben nehmen.

Wenn nicht gerade geheult oder versucht wird, Patienten zu Tode zu praktizieren, wird gebumst und anschließend bereut. An sich in Ordnung, wenn dies nicht noch ständig weitläufige Konsequenzen hätte. Bestes Beispiel, erste Folge, die Protagonistin ist rattig und treibt’s mit einem dahergelaufenen Notgeilen, der sich (huhaha, lach, schenkelklopf) noch am selbigen Tag als ihr neuer Scheff herausstellt. Boah, Originalität kennt keine Grenzen, geiler Einstieg, da bleib ich dran. Das Schlimme ist aber, dass es endlos nach diesem Maßstab weiter geht. Keine Spur von Ideen, höchstens ein gelungener Gag pro Folge, Unverstand, Hysterie und emotionale Ahnungslosigkeit als Konzept. Statt sich mal ein vernünftiges Hobby zu suchen, wird ein Aushilfs-Sean Penn vom Langweiler zum sog. McDreamy hochsterilisiert hochstilisiert und pausenlos widerwärtigst angehimmelt (oder dann doch wieder nicht..spannend … *gähn* *schnarch*); es wird gekeift, verlassen, gekreischt, fast geheiratet, wieder geflennt - im Grunde alles, was man im schlimmsten Fall erwarten kann.

Wie man aus einer Krankenhausumgebung das Maximum herausquetscht, zeigt House, M.D. seit mittlerweile vier Seasons. Dass Frauen als Hauptfiguren kein Synonym für Doof sein müssen, wissen wir spätestens seit Gilmore Girls. Bei Grey’s Anatomy gibt’s stattdessen Langeweile, Oberflächlichkeit, Holzhammer-Sentimentalität und stumpfes Pathos. Um schließlichement einen (zumindest für mich) Hauptnervfaktor noch zu erwähnen, die Quoten-Koreanerin:

Diese Frauensperson, mit der notorischen Harte-Kindheit-oder-so-Hintergrundgeschichte ausgestattet, nervt wie die Hölle, sieht aus wie von mehreren Bussen angefahren und spielt auch so. Hinzu kommt die endnervtötende Synchronstimme. Horror pur. Bevor ich nun aus gesundheitlichen Gründen endige, die großartige MADtv-Parodie der Serie, sogar für Nichtkenner lustig:

Singerei

Sonntag, März 23rd, 2008

Is doch toll, wenn im (Bollywood-)Film auf einmal Leute aus unerfindlichen Gründen anfangen zu singen. Nur da guckt niemand blöd:

Hat mich an diesen Klassiker erinnert:

[Direkt] (mit Text)

Der Öko-Laptop

Donnerstag, März 20th, 2008

Wir retten die Welt, heute mit der Stromsparinnovation “Pusteblume 2000″

Wer hat Vorbildfunktion, ist volksnahe Politikone und bestens geeignet, dieses Gerät in der Praxis zu testen?
Genau, the one and only Dr. Udo Brömme: