Da bleibe ich doch am Sonntag zufällig bei der Wiederholung dieser Kasperliade von RTL hängen, und was muss man dort mitansehen? Dieser langhaarige Vogelscheuchenverschnitt namens Max Buskohl verhunzt voller Inbrunst, begleitet von der unfassbar miesen RTL-Kapelle, die wohl sonst nur zu Karnevalsveranstaltungen auftritt, einen Song der fantastischen Killers. Um so eine Erfahrung ohne Nervenschäden zu verkraften muss man sich als Therapie mehrmals das Original geben. Also bitte, kniet nieder und lauscht den Profis:
Der medienwirksame Ausstieg dieses Sangeskohlkopfs riecht übrigens extrem verdächtig nach Strategie. Eigentlich auch keine schlechte Idee: Erstmal sehen wie weit wir beim Casting kommen, den Quoten-”Unangepassten” geben, nur weil in den von ihm gewählten Stücken gelegentlich mal eine Gitarre zu hören ist und dann skandalträchtig aussteigen, die renitente Rocksau mimen und gegen Bohlen rebellieren, weil man angeblich nun doch lieber mit der eigenen “Band” spielen will. Nach dem Motto: Huch, ich bin ja bei RTL gelandet! Wie, welcher Vertrag?
Wie gesagt, nicht die schlechteste Idee. Stinkt aber trotzdem. Buskohl, du stinkst! RTL, ihr stinkt auch und Bohlen sowieso. Der Blitz soll euch beim Scheißen treffen.
Jawohl, nicht nur beim Thema Autofahren muss man sich überlegen, wen man sich ins Boot, bzw. die Karre holt. Die führenden Umweltorganisationen sehen in einer Fahrgemeinschaft mit den Lohnschreiberlingen von BILD jedenfalls mehr Nutzen als Schaden, und so werden nun fröhlich Aufkleber gedruckt, die sich unterbelichtete Halbprominente und ähnliche Vertreter des geistigen Prekariats (die Giulia Siegel vermutlich auch für eine Schauspielerin halten) an die Backe pappen können. In diesem Sinne: Rettet den Planeten, bildet Fahrgemeinschaften, tut irgendwas, bevor der Unwelt-Adolf euch heimsucht!
Die Superband Skuter versteht es nicht nur, traditionelle Elemente mit moderner Clubmucke inklusive Tiergeräuschen zu verschmelzen, sondern vermag auch eine einzigartige Melange aus ländlicher Idylle und Prollatmosphäre in ihren Videos zu schaffen. Respekt!
(Das hier vorgestellte musikalische Meisterwerk bleibt trotzdem unerreicht.)
Find ich auch gut, dass in Ex-Beitrittskandidatenländern endlich mal die Nutten von der Straße geholt werden.